Dackel Ja? oder Nein?

"Ein Hund kann tiefes Leid empfinden, nicht anders als der Mensch, er kann sogar unter Umständen vor Herzeleid sterben. Freuen kann sich ein Hund wahrscheinlich mehr als wir und im Lieben ist er uns sicher überlegen."

Wer 12 bis 15 Jahre mit einem Hund zusammenleben will, sollte es auf ein paar Wochen oder Monate Wartezeit nicht ankommen lassen. Hunde sind keine Sache, sie sind soziale Lebewesen, die an ihrer Umwelt lernen und wachsen. Für dieses Lebewesen muß man bereit sein Verantwortung zu tragen, in guten und in schlechten Tagen. Ein Züchter kann mit der Wahl der Elterntiere und im liebevollen Umgang mit den Welpen nur den Grundstein dafür legen, mehr ist in acht bis zehn Wochen Aufzucht und Prägung nicht möglich.

"Man weiß bei einem Dackel nie, welche Sorten Tränen man in den Augen hat: solche des Lachens, der Liebe oder der Wut." (Horst Stern)

Bevor Sie sich endgültig dazu entscheiden, einen Dackel in Ihrer Familie aufzunehmen, sollten Sie folgende Punkte ganz in Ruhe einmal durchgehen:

  • Ein Hund braucht viel Aufmerksamkeit und Zeit, die Sie mit ihm verbringen. Wenn Sie berufstätig sind, sollten Sie nach Möglichkeit Ihre Freizeit mit dem Teckel verbringen und gegebenenfalls einen Hundesitter engagieren, der Ihren Teckel mittags ausführt.
  • Einfühlungsvermögen, Disziplin und Konsequenz sind Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung und Erziehung des Teckels.
  • Ein Hund stellt auch Platzansprüche an Ihren Wohnraum. Gegebenenfalls benötigen Sie ein Einverständnis des Vermieters. Bei Eigentum stellen Sie sich die Frage, ob das Grundstück eventuell umzäunt werden muss!!!
  • Regelmäßige finanzielle Ausgaben für den Tierarzt, Hundefutter, Spielzeug und Zubehör ( Leine, Halsung ) kommen auf Sie zu.
  • Wenn Sie in den Urlaub fahren, nehmen Sie nach Möglichkeit Ihren Teckel mit. Ansonsten benötigen Sie einen lieben Menschen, der Ihren Hund kennt und ihn während Ihres Urlaubes betreut. Hundepensionen können nach vorheriger Besichtigung der Einrichtung und Absprache mit den Inhabern auch eine gute Möglichkeit der Unterbringung sein.

     

Erstausstattung

  • Halsband (am besten mit Zugstop) und Leine aus weichem Material - verzichten Sie bei Ihrem Dackel auf ein herkömmliches Geschirr, es ist nicht gut für die Schultergelenke bzw. besorgen Sie ein spezielles Y-Geschirr
  • Wasser und Futternapf
  • Kamm und Bürste, evtl. Trimmmesser (bzw. Groomer, der Dackel trimmen kann!)
  • Körbchen aus Kunststoff oder Weide mit Einlage oder Hundebett
  • ungiftiges Spielzeug
  • wie soll Ihr Hund im Auto gesichert sein???

"Ein armer Hund, der nie einen Hund besaß; denn er versäumte eine große Freundschaft"

Was aus einem Hund später mal wird, wie aufgeschlossen und freundlich er auf Menschen und Artgenossen zugeht, das lernt er in der Familie, in die er aufgenommen wird.

Und eines: Machen Sie Ihren Hundekauf nicht zu sehr vom Aussehen eines Welpen abhängig! Zum einen ändert sich das Aussehen eines jungen Hundes von Monat zu Monat und zum Schluß gleicht er nicht mehr im geringsten dem Wonneproppen in der Wurfkiste.

Außerdem: Schön ist, was man mit dem Herzen sieht; und hat man den Hund erst mal ins Herz geschlossen, interessieren einem seine Farben nicht mehr, geschweige diejenigen seiner Wurfgeschwister.

 

 

Was ist ein Dackel?

 

Wer ihn nicht kennt, der möchte meinen,

es ist ne Wurst auf krummen Beinen.
Wer einen Dackel hat jedoch,
schwärmt für diesen noch und noch.
Die Rasse kann, so muss es scheinen,
viele Charakterzüge in sich vereinen.
Zum einen ist er ein Charmeur,
besticht durch Mimik, Witz und mehr.
Zum anderen ist er ein Freund -
ein Trost bei Frust, niemals dein Feind.
Ein kleiner Dickkopf, manchmal stur,
das ist nun mal seine Natur.
Lernst du mit seiner Art zu leben,
ist er dir immer treu ergeben.
Als Jäger ist er wirklich Klasse,
vielseitiger als andere Rassen.
Spurlaut, Schweiß und am Fuchs
hart, das ist seine Jägersart.
Doch ist er grad nicht bei der Arbeit,
gestaltet sich seine freie Zeit,
spielt oftmals Stöckchen oder Ball,
ein Komiker auf jeden Fall.
Volles Talent kann er entfalten,
darf er den Garten umgestalten.
Sieht man vor Dreck den Hund nicht mehr,
dann ist er glücklich, was will man mehr.
Ist ein Dackel auch recht klein,
kannst du trotzdem sicher sein:
dass er Haus und Hof bewacht.
Böse Buben mögen lachen,
aber Lärm, den kann er machen!
Für Dackel ist ein Körbchen schön,
doch wird man ihn dort selten sehn.
Wenn Frauchen auf dem Sofa sitzt,
ist er zur Stelle wie ein Blitz.
Er schläft liebsten mit im Bett,
als Heizkissen - das ist doch nett!
Beim Futter ist er gar nicht schwierig,
Selbstgekochtes frisst er gierig.
Trockenfutter lässt er stehn,
Leberwurstbrot - das ist schön!
Doch wenn du deinen Dackel liebst,
passe auf, wie viel er frisst.
Treibt er das Fressen gar zu dolle,
wird er eine Schlummerrolle,
die träge durch die Gegend rollt,
statt munter durch die Wiesen tollt.
Dackel sind meist wunderschön,
drum kann man sie auch auf Schauen sehn.
Jagen ist zwar eher ihr Ding,
aber laufen tun sie auch im Ring.
Macht es ihnen doch meist Freude,
sie werden hier zur Augenweide.
Bekommt dein Hund auch keinen Preis,
es ist wichtig, dass du weißt,
dass er für dich der Schönste ist -
er nimmt dich auch so wie du bist!

 

 

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