Dackel hält man nicht - man verfällt ihnen!

                     

Wir schreiben das Jahr 1996, als wir unseren langjährigen Wunsch, einen Hund ins Haus zu holen, endlich in die Tat umsetzen.

Seit Jahren sprechen wir davon, welcher Hund für uns geeignet ist; wir schwankten zwischen Rauhaardackel und Mischlingshund....Letztendlich entschlossen wir uns dazu, im Tierheim anzurufen und nach einem "klein bleibenden" Welpen nachzufragen. Wir hatten Glück: Kurze Zeit vorher hatte eine Frau aus Brunn bei Emskirchen angerufen und mitgeteilt, sie hätte demnächst einen Wurf mit drei Welpen abzugeben. Als wir bei ihr anriefen, erfuhren wir, dass die Mutter der zwei Mädchen und des Jungens ein Dackelmischling und der Vater ein Rottweilermischling sei. Noch am Telefon sagten wir für den Rüden zu.

Am 5. Juni war es dann endlich soweit: Wir holten unseren MAX nach Hause! Ein kleiner schwarzer Wirbelwind, der sich von Anfang an als Glücksgriff in Bezug auf Wesen, Schönheit und Zuverlässigkeit erwies. Er wurde sofort stubenrein, folgte aufs Wort und war ein Musterhund in Bezug auf Kinder und im Umgang mit unseren anderen Tieren. Max ist einfach „GÖTTLICH“.

Weil unser Max aber nicht immer Einzelhund bleiben sollte, schenkten wir ihm zu Ostern 2004 die kleine SUSI. Eine reinrassige Rauhaardackelhündin, die von den Hunden eines Jägers bei uns im Dorf stammt. "Aus Liebe" ohne Vorsatz gezeugt und ohne DTK-Papiere. Uns war das damals nicht so wichtig. Wir wollten für Max ein junges Mädchen, das ihn jung hält. Dies hat auch zu 100 Prozent geklappt, sie war (und ist) ein richtiger Jungbrunnen für unseren älteren Herrn. Obwohl er sie die ersten Wochen sehr skeptisch links liegen ließ......hat sie es geschafft sich in sein Herz zu kuscheln - und mittlerweile würde er SEINE Susi nicht mehr hergeben wollen. Er passt höllisch auf sie auf und verwöhnt sie mit Öhrchen schlecken und Schenkelchen knabbern...

Da sich Susi von Beginn an sehr eigenwillig und kapriziös zeigte, und trotz Hundeschule kein Begleithund sondern eher ein "Ich geh-meiner-Wege-Hund" ist, dachten wir: „Wenn sie vielleicht einmal Junge hatte, wird sie ruhiger und gereifter, wir lassen sie einmal decken.“Weil sie selbst reinrassiger Rauhhaardackel ist, suchen wir einen passenden Rüden. Nach mehreren unterschiedlichen, ergebnislosen Anläufen klappte es dann bei Susis fünfter Läufigkeit am 14. Oktober 2007. Stolzer Erzeuger ist "Haro von der Eulenmühle"; er hat den Deckakt kompetent vollzogen - in der Vaterrolle fühlt sich natürlich zu 100 Prozent Max. Er liebt seine "Kukukskinder"!

Erst im Laufe der langwierigen Suche nach einem reinrassigen Deckrüden kamen wir in Kontakt mit den ganzen Umständen der reinrassigen Hundezucht, wir besuchten verschiedene Züchter und setzten uns mit den Modalitäten der Teckelzucht auseinander. Weil wir die Dackel rundherum mögen, haben wir beschlossen echte Dackelzüchter zu werden. Ich holte mir eine Dackeline nach Hause die saufarben ist, wie Susi (Flavia von der Amtsschlade). Meine Frau entschied sich für eine Dackeline in schwarz-rot wie Max (Trixi vom Wacholderpöttchen). 

 

Wir werden Hobbyzüchter von Rauhaardackeln!

Es kommt eine tolle,  aufregende und schöne  Zeit auf uns zu.

Am 9. Mai 2015 scheint die Welt für mich unterzugehen 

Mein Mann Ludwig stirbt im Alter von nur 67 Jahren überraschend an einem Herzinfarkt...........

Aemy war zu diesem Zeitpunkt bereits belegt - dies wird der letzte Wurf sein, den ich auf das Leben vorbereite.

Es war unser gemeinsames wunderschönes Hobby; wir haben seit 2007 nicht nur Welpen als neue Familienmitglieder, kleine Seelenfreunde und Sportskameraden abgegeben. Unsere kleine Zucht hat uns immer viel Freude im Alltag gemacht und uns nicht nur einem großen neuen Bekanntenkreis mit vielen lieben Menschen erschlossen, sondern auch echte Freunde geschenkt!  Dafür freue ich mich und bin dankbar für alle gemeinsamen Erlebnisse......

Zum 31.12.2015 schließe ich das Kapitel "Rauhardackelzucht von der krummen Weide".

Christine Schöll

 

 

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